Warnstufe 4 für Miyazaki und West-Kochi wegen Starkregens durch Taifun Nr. 6
Die Japanische Wetterbehörde (JMA) hat am 2. wegen Starkregens im Zuge der Annäherung von Taifun Nr. 6 für den Hirotogawa und den Sakatani-gawa in der Präfektur Miyazaki eine Warnung vor Hochwassergefahr ausgegeben. Unter Hinweis auf die Gefahr von Überschwemmungen etwa durch Deichbrüche rief sie alle Menschen in gefährdeten Gebieten zur Evakuierung auf. Auch für den Westen der Präfektur Kochi wurde eine Warnung vor Starkregen ausgegeben.
Erste Warnung der Stufe 4
Nach Angaben der Behörde ist dies die erste Ausgabe einer Gefahrenwarnung, seit Ende Mai der neue Betrieb der meteorologischen Katastrophenwarnungen begonnen wurde. Taifun Nr. 6 dürfte sich künftig der Pazifikseite von West- bis Ostjapan nähern; bis zum 3. könnten sich in Präfekturen wie Aichi, Shizuoka und Wakayama bandförmige Regengebiete bilden. Auch in der Metropolregion Tokio sowie in den Regionen Kanto und Koshin ist Starkregen bis Warnstufe möglich.
Auch Verkehr und Schulen betroffen
Für die 24 Stunden bis zum 3. um 18 Uhr werden Niederschlagsmengen von bis zu 350 Millimetern in Tokai, 300 Millimetern in Kanto-Koshin und Kinki, 250 Millimetern in Shikoku sowie 100 Millimetern in Nordkyushu und Tohoku erwartet. Taifun Nr. 6 befand sich am 2. um 20 Uhr rund 90 Kilometer südsüdwestlich von Cape Ashizuri in der Präfektur Kochi und zog mit 40 Kilometern pro Stunde nach Nordosten. Der Kerndruck lag bei 980 Hektopascal, die maximale Windgeschwindigkeit in der Nähe des Zentrums bei 25 Metern pro Sekunde und die maximale Böe bei 35 Metern pro Sekunde.
Die Auswirkungen auf den Verkehr weiteten sich aus. JR East setzt den Betrieb am 3. auf einigen Streckenabschnitten der Tokaido-Linie und der Chuo-Linie aus. JR Central will für den Tokaido-Shinkansen keinen planmäßigen Betriebsausfall durchführen, erklärte jedoch, dass es ab dem ersten Zug, vor allem am Vormittag, zu kurzfristigen Zugausfällen oder Betriebseinstellungen kommen könne. Japan Airlines strich allein am 3. mehr als 320 Flüge, vor allem Verbindungen von und nach Haneda, und All Nippon Airways entschied sich zur Streichung von mehr als 280 Inlands- und Auslandsflügen insgesamt.
Nach Angaben des Bildungsministeriums wurden bis zum 2. um 12 Uhr an 27 Schulen in fünf Präfekturen, darunter Miyazaki und Okinawa, Schäden wie abgedeckte Dächer gemeldet. Mehr als 1000 Schulen in 14 Präfekturen und Städten waren geschlossen oder verkürzten den Unterricht.
Katastrophenwarnungen in fünf Stufen
Die meteorologischen Katastropheninformationen, deren Betrieb die JMA neu aufgenommen hat, sollen die bisher verstreuten Informationen ordnen und das Gefahrenniveau mit fünf Stufen aus Zahlen und Farben anzeigen. Für die vier Arten von Katastrophen Flussüberschwemmung, Starkregen, Erdrutsch und Sturmflut wurden in absteigender Reihenfolge der Gefährdung die Stufe-5-Sonderwarnung, die Gefahrenwarnung der Stufe 4, die Warnung der Stufe 3 und die Vorsichtsmeldung der Stufe 2 eingeführt.
Stufe 5 ist schwarz und kennzeichnet eine Lage, in der Lebensgefahr droht und sofortige Sicherungsmaßnahmen notwendig sind. Stufe 4 ist violett und steht für die Phase, in der alle Menschen aus gefährdeten Gebieten evakuiert werden sollen. Bevor eine Stufe-5-Sonderwarnung ausgegeben wird, bei der ein Katastropheneintritt bereits möglich sein kann, ist es wichtig, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.
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