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1-Prozent-Mehrwertsteuer auf Lebensmittel: Premierministerin Takaichi will noch in diesem Monat entscheiden

Premierministerin Takaichi will noch in diesem Monat über 1-Prozent-Mehrwertsteuer auf Lebensmittel entscheiden

Premierministerin Sanae Takaichi will im Zusammenhang mit einer Senkung der Verbrauchsteuer noch in diesem Monat über die Machbarkeit eines Plans entscheiden, der ab April 2027 den Steuersatz auf Lebensmittel auf 1% festlegt. Unter Berücksichtigung der Regierungsauffassung, dass sich die Kassensysteme bei einem Satz von 1% in 'höchstens etwa fünf bis sechs Monaten' umrüsten ließen, arbeitet die Regierung an den letzten Abstimmungen.

Ausblick auf die Kassenumrüstung

Das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie will auf der Sitzung der Facharbeitsgruppe des 'Nationalen Rats für soziale Sicherheit' am 3. seine Einschätzung zur Dauer der Kassenumrüstung vorlegen. In einem vom Ministerium erstellten Entwurf der Übersicht heißt es nach Anhörungen von Verbänden des Einzelhandels sowie von regionalen Kaufhäusern und Supermärkten: 'Bei einem Steuersatz von 1% können die meisten innerhalb von sechs Monaten reagieren.'

Vergleich mit dem 0%-Plan

Würde der Verbrauchsteuersatz auf Lebensmittel wie im Unterhaus-Wahlkampfversprechen der Liberaldemokratischen Partei auf 0% gesenkt, wären für die Kassenumrüstung laut Angaben 'bis zu 10 Monate bis etwa ein Jahr' erforderlich. Bei 1% seien keine Untersuchungen zu den Auswirkungen der 'Sonderstellung von 0%' und keine Systemanpassungen nötig, sodass sich die Reaktionszeit auf etwa die Hälfte verkürzen lasse.

Ausgestaltung des Systems und Finanzierung

Die Ausgestaltung des Systems für die Verbrauchsteuersenkung soll der Nationale Rat bis Juni beraten und seine Diskussionen abschließen. Die Premierministerin will nach dem Bericht des Rates die endgültige Reaktion bekanntgeben. Innerhalb der Regierung und der Koalition gibt es Stimmen, die angesichts steigender Ölpreise infolge der verschlechterten Lage im Nahen Osten eine frühzeitige Umsetzung priorisieren wollen; die Forderung nach 1% ist in Teilen stark.

Ein hoher Regierungsbeamter sagte am 2., bezogen auf einen Steuersatz von 0%: 'Egal wie viel Zeit man für die Umrüstung aufwendet, es bleibt die Sorge, dass im System Probleme auftreten.' Damit deutete er an, dass der 1%-Plan die wahrscheinlichere Option sei. Auch die Premierministerin selbst steht einer raschen Umsetzung positiv gegenüber. In der Vorsitzenden-Debatte am 20. Mai sagte sie: '(Die Steuersenkung) sollte so schnell wie möglich kommen, Tempo ist ebenfalls wichtig.' Ihrem Umfeld hatte sie Ende Mai erklärt, sie lege Wert auf die Vereinbarkeit von Schnelligkeit und ausreichender Wirkung.

Innerhalb der Regierung gab es die Sorge, dass selbst bei 1% die Kohärenz mit dem von der LDP ausgegebenen Ziel, 'die Prüfung für eine auf zwei Jahre befristete Senkung der Verbrauchsteuer auf Null zu beschleunigen', beeinträchtigt werden könnte. Andererseits zeigten Umfragen mehrerer Medienhäuser im Mai, dass viele Menschen eine frühe Umsetzung ohne starres Festhalten an 0% befürworten; es wurde auch die Ansicht geäußert, ein Kurswechsel sei möglich. Zudem liegt ein Plan für eine 'faktisch null' Lösung vor, bei der die 1% etwa über Subventionen ausgeglichen würden.

Innerhalb der Regierung gibt es die Auffassung, dass bei 1% ein Gesetzentwurf im Zusammenhang mit der Steuerreform in der außerordentlichen Herbstsitzung des Parlaments eingebracht werden könnte und die Senkung dann im Frühjahr 2027 umgesetzt werden kann. Die Sicherung der Finanzierung bleibt jedoch eine Herausforderung. Bei einer Senkung der Verbrauchsteuer auf Lebensmittel auf 0% wären jährlich Mittel in Höhe von rund 5 Billionen Yen erforderlich, bei 1% immer noch Mittel im Bereich von 4 Billionen Yen pro Jahr. Es gibt zwar den Plan, ohne eine Erhöhung neuer Staatsanleihen gegenüber dem Vorjahr vorzugehen, doch da er auf steigende Steuereinnahmen durch Wirtschaftswachstum setzt, bleiben Zweifel an seiner Umsetzbarkeit.

Umgang mit einem Nachtragshaushalt

Frühere Regierungen haben für die außerordentliche Herbstsitzung häufig einen Nachtragshaushalt mit wirtschaftspolitischen Maßnahmen aufgestellt. Ein hoher Regierungsbeamter deutete jedoch für den Herbst 2026 an, dass kein Nachtragshaushalt mit umfassenden Konjunkturmaßnahmen aufgestellt werde. Auch ab dem Haushaltsjahr 2027 soll ein Nachtragshaushalt nur noch in Fällen unvermeidlicher Dringlichkeit vorgesehen sein.

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