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Nahostkrise treibt EV-Verkäufe weltweit nach oben, Rekorde im März und April

EV-Verkäufe steigen weltweit wegen Nahostkrise stark, Rekorde im März und April

Die EV-Verkäufe sind wegen der Nahostkrise weltweit sprunghaft gestiegen. In 37 Ländern wurde im März oder April jeweils ein Monatsrekord erreicht, und in 38 Ländern lag der Anteil an den Neuwagenverkäufen bei mehr als 10 Prozent. Mit den höheren Kraftstoffpreisen rückt der geringe Unterhalt erneut in den Fokus.

Rekorde werden vielerorts übertroffen

Auf Basis von Daten von S&P Global Mobility ergab die Auswertung: In 28 der 150 Länder wurden im März neue Höchstwerte erreicht, darunter Australien und Großbritannien, im April in neun Ländern, darunter Brasilien und die Philippinen. In beiden Monaten lagen 91 Prozent der Länder über dem Vorjahresmonat; dass mehr als 90 Prozent der Länder ein Absatzplus verzeichnen, war seit April 2023 nicht mehr der Fall.

In Südkorea, das stark von Rohöl aus dem Nahen Osten abhängt, stiegen die EV-Verkäufe von März bis April auf 80.000 Fahrzeuge und damit auf das 2,4-Fache des Vorjahreszeitraums. Die Verbreitungsrate legte um 14 Prozentpunkte auf 26 Prozent zu. In Südostasien wuchsen die Verkäufe um 40 Prozent auf 90.000 Fahrzeuge, der Marktanteil lag bei 16 Prozent. Auch die Europäische Union erholte sich von einer vorübergehenden Schwächephase, die Verkäufe stiegen um 40 Prozent.

China und die USA rückläufig

China verzeichnete dagegen ein Minus von 8 Prozent auf 1,33 Millionen Fahrzeuge. Belastend wirkte, dass die Steuervergünstigungen für EVs im Januar reduziert wurden. Vor dem Hintergrund sinkender Gesamtnachfrage nach Autos stieg der EV-Anteil von März bis April jedoch um 5 Prozentpunkte auf 42 Prozent. Auch die USA, wo die Subventionen im September 2025 auslaufen, verzeichneten mit minus 20 Prozent einen deutlichen Rückgang.

Wegen der Schwäche in den USA und China belief sich das weltweite Wachstum auf nur 8 Prozent. Ohne diese beiden Länder legten die Verkäufe in 148 Staaten jedoch um 50 Prozent zu, und der Anteil erreichte mit 12 Prozent einen neuen Höchstwert. Die Zahl der Länder, die die als Wendepunkt der Verbreitung geltende Schwelle von 16 Prozent überschritten, stieg auf 28.

Auch in Japan mehr Verkäufe, chinesische Anbieter weiten Exporte aus

In Japan werden die Benzinpreise durch Subventionen gedämpft, dennoch stiegen die EV-Verkäufe von März bis April um 50 Prozent. Zwar legte der Absatz unter anderem wegen der im Januar aktualisierten Subventionen zu, der Marktanteil lag jedoch bei nur 2 Prozent.

Die Internationale Energieagentur (IEA) sagte in ihrem Bericht vom Mai, die Reaktion auf die aktuelle Energiekrise werde 'den globalen Automobilmarkt in den kommenden Jahren prägen'. So wie der Ölschock der 1970er Jahre den Durchbruch japanischer Autos begünstigte, könnte sich die Verkaufsdynamik auch nach einer Beruhigung der Lage im Nahen Osten fortsetzen, wenn das Verständnis für EVs weiter zunimmt.

In China weiten sich auch die Exporte von Fahrzeugen mit neuer Energie aus, darunter EVs und Plug-in-Hybride (PHV). Nach Angaben eines chinesischen Branchenverbands beliefen sich die Ausfuhren im April auf 900.000 Fahrzeuge, ein Plus von 70 Prozent. Fahrzeuge mit neuer Energie kamen auf 430.000 Einheiten und damit auf das 2,1-Fache; sie machten nahezu die Hälfte des Gesamtvolumens aus. Laut IEA entfielen 55 Prozent der im Jahr 25 in Märkten außerhalb der USA, Europas und Chinas verkauften EVs und PHVs auf Importe aus China. In Südostasien beginnen preisgünstige EVs chinesischer Anbieter, Marktanteile japanischer Marken abzunehmen.

Während die EV-Nachfrage in den USA an Schwung verliert, verbuchten Autobauer wie Honda Verluste im Zusammenhang mit EVs. Weltweit tritt der Wandel zur Elektromobilität jedoch in eine neue Phase ein, wodurch die Anpassung an die jeweiligen Marktbedingungen in den einzelnen Regionen noch schwieriger wird.

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