Son will sich an der Spitze der Marktkapitalisierung nicht von Schwankungen leiten lassen und beschleunigt KI-Investitionen in Frankreich
Masayoshi Son, Vorsitzender und Präsident der SoftBank Group (SBG), sagte am 1. in Paris in einem Interview mit der Nikkei und anderen Medien, mit Blick auf den an diesem Tag erreichten Platz eins unter den japanischen Unternehmen nach Marktkapitalisierung: 'Ich kann nicht auf jede Schwankung reagieren. Ich will den Fokus schärfen und mich ganz auf Wachstum konzentrieren.'
NAV von 65 Billionen Yen, Aktie weiter als günstig angesehen
SBG legt großen Wert auf den Nettovermögenswert (NAV), also den Wert der gehaltenen Beteiligungen abzüglich der Nettozinsverbindlichkeiten. Son teilte mit, dass der NAV per 1. auf 65 Billionen Yen gestiegen sei, und äußerte die Einschätzung, die damalige Marktkapitalisierung von rund 49 Billionen Yen liege mindestens 30 Prozent darunter.
Bis zu 75 Milliarden Euro Investition in Frankreich
SBG gab am 31. Mai bekannt, bis zu 75 Milliarden Euro (rund 14 Billionen Yen) in den Bau eines Rechenzentrums für künstliche Intelligenz (KI) in Frankreich zu investieren. Son sagte am 1. in Paris auf einer Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Macron, Frankreich könne zu einem Exportzentrum für KI-gestützte Roboter und ähnliche Produkte werden, und betonte damit die Perspektiven des Landes als Produktionsstandort. Macron erklärte, das Rechenzentrum solle bis Ende 2030 im Vollbetrieb sein.
Erstes KI-Zentrum in Europa
Das neu zu errichtende Rechenzentrum wird für SBG der erste KI-Standort in Europa. In der ersten Phase sollen in den kommenden fünf Jahren 45 Milliarden Euro investiert und die Anlagen unter anderem in Dunkerque und Bousquel im Norden Frankreichs errichtet werden. Die Anschlusskapazität soll insgesamt mehr als 3 Gigawatt betragen und letztlich auf 5 Gigawatt ausgebaut werden. Die Gesamtinvestition soll 75 Milliarden Euro erreichen.
Macron hat KI als Säule der industriellen Erneuerung Europas positioniert, unter anderem mit einem KI-Gipfel in Paris im Jahr 2025. Der Betrieb von Rechenzentren erfordert große Mengen an Strom. Anders als die frühere Regierung unter Hollande, die eine Verringerung der Abhängigkeit von der Kernenergie anstrebte, setzt Macron auf den Ausbau der Atomkraft. Mit einer stabilen Versorgung durch die Kombination von Kernkraft, Solar- und Windenergie nutzt Frankreich diese Stärke auch für Stromexporte in Nachbarländer Europas.
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