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Kapitalzufluss in KI-Werte hält an; Nikkei-Durchschnitt am Vormittag bei 67.038 Yen

Nikkei-Durchschnitt steigt am Vormittag auf 67.038 Yen; Kaufinteresse konzentriert sich auf KI-Aktien

Nikkei-Durchschnitt erreicht am Vormittag ein Rekordhoch

Am 1. an der Tokioter Börse stieg der Vormittagsschluss des Nikkei-Durchschnitts um 708,74 Yen beziehungsweise 1,07 Prozent gegenüber dem vorigen Freitag auf 67.038,24 Yen und markierte damit ein Intraday-Rekordhoch. Käufe konzentrierten sich auf führende Aktien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) und trieben den Markt nach oben.

Starwerte treiben den Markt an

Am Markt hält die Nachfrage nach Aktien aus dem Bereich der mehrschichtigen Keramikkondensatoren (MLCC) an, darunter SoftBank Group und Kioxia Holdings sowie Murata Manufacturing und Taiyo Yuden. Takayuki Ishibashi, Vice President bei Goldman Sachs Securities, sagte, der Anstieg von Starwerten treibe den Markt an.

Kioxia und SoftBank im Fokus

Für Aufmerksamkeit sorgte, dass Goldman das Kursziel für Kioxia von zuvor 48.000 Yen auf 93.000 Yen anhob und die Anlageeinschätzung von 'neutral' auf 'kaufen' änderte. Der Kurs stieg zeitweise um 11 Prozent auf 73.000 Yen, die Marktkapitalisierung vergrößerte sich auf rund 39,7 Billionen Yen. Damit rückt der zweitplatzierte Toyota Motor mit etwa 45,7 Billionen Yen in den Blick.

Der zuständige Analyst Shuhei Nakamura sieht zwar eine Ausweitung der KI-Nachfrage, geht aber davon aus, dass der Angebotsanstieg bei NAND-Flashspeichern, die für Langzeitspeicher genutzt werden, begrenzt bleibt. Aus der Erwartung, dass die Angebots-Nachfrage-Lage angespannt bleibt, habe er seine Einschätzung geändert, wonach das Gewinnniveau in den kommenden zwei bis drei Jahren höher und nachhaltig sein werde.

Auch bei SoftBank Group ebbt die Kaufdynamik nicht ab. Am 1. überholte die Marktkapitalisierung Toyota Motor und brachte das Unternehmen als erstes japanisches Unternehmen an die Spitze. Nach Berichten über den Bau eines KI-Rechenzentrums in Frankreich mit einem Investitionsvolumen von 14 Billionen Yen stieg der Aktienkurs um mehr als 10 Prozent und erreichte ein Allzeithoch seit Börsengang.

Interesse konzentriert sich auf wenige Aktien

Vor dem Hintergrund des wachsenden KI-Bedarfs fließt auch Kapital in MLCC-Werte, die Nachfrage aus Rechenzentren erwarten. Seit Mai hat sich der Kurs der Aktie von Taiyo Yuden auf das 2,3-Fache erhöht, die von Murata Manufacturing um 87 Prozent. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von Taiyo Yuden ist von rund dem 59-Fachen Anfang Mai auf das 117-Fache gestiegen.

Allerdings ist der Gesamtmarkt keineswegs nur aufwärts gerichtet. Der Tokioter Aktienindex (TOPIX) gab am 1. nach, und die Zahl der im Prime-Markt der TSE fallenden Werte überstieg mit mehr als 1.100 Unternehmen die Zahl der steigenden Werte von 413 deutlich. Eine breite Ausweitung der Risikobereitschaft unter Anlegern ist derzeit nicht zu beobachten.

Junichi Hashimoto, Chief Quant Analyst bei Daiwa Securities, sagte, es sei gut, dass sich die Suche nach KI-Werten auf eine breitere Basis stelle, wie bei MLCC-Aktien. Zugleich beginne zwar auch das Interesse an Value-Aktien, die etwa anhand von PBR und PER als günstig gelten, doch konzentriere sich der Kauf derzeit auf einige wenige KI-Werte; zu einer breiten Aktienselektion habe dies noch nicht geführt.

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