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Iran kritisiert USA und Israel wegen Verstößen gegen Waffenstillstand, Berichte über Unterbrechung der Gespräche

Iran warnt USA und Israel vor Verantwortung bei Waffenstillstandsverstößen, Berichte über Stopp der Gespräche

Iran warnt USA und Israel vor Verantwortung

Irans Außenminister Araghtschi schrieb am 1. auf SNS, die USA und Israel würden 'für jegliche Folgen eines Waffenstillstandsverstoßes verantwortlich' sein. Angesichts wachsender Empörung über die anhaltenden israelischen Angriffe auf die proiranische Organisation Hisbollah im Libanon berichtete eine iranische Nachrichtenagentur, die Gespräche zwischen den USA und Iran seien gestoppt worden.

Unklarheit über Gespräche zwischen den USA und Iran

Die der iranischen Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am 1., das iranische Verhandlungsteam habe die Gespräche mit den USA über Vermittler sowie den Austausch von Dokumenten gestoppt. Zudem habe es die Position bekräftigt, dass ein Waffenstillstand zwischen den USA und Iran nicht Bestand haben könne, solange nicht an allen Fronten, einschließlich des Libanon, eine Waffenruhe zustande komme.

Israel und der Libanon hatten sich Mitte April auf einen Waffenstillstand geeinigt, doch die Kämpfe dauern an. So könnte am Ende auch die Gespräche zwischen den USA und Iran selbst scheitern.

US-Präsident pocht auf Fortsetzung der Gespräche

US-Präsident Trump trat am 1. Berichten über einen Stopp der Gespräche entgegen. Auf SNS schrieb er, die Gespräche würden 'in hohem Tempo fortgesetzt'. Zudem erklärte er nach einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu, er habe Truppen, die in Richtung der libanesischen Hauptstadt Beirut entsandt worden seien, zurückbeordert.

Außerdem habe er über Vermittler auch telefonisch mit der Hisbollah gesprochen und erklärt, beide Seiten hätten sich darauf geeinigt, die Angriffe einzustellen. Die Hisbollah ist von den USA als Terrororganisation eingestuft; laut Reuters ist ein Dialog zwischen einem US-Präsidenten und der Hisbollah beispiellos.

Trump hatte bislang wiederholt betont, Iran sei in einer schwierigen Lage und werde letztlich die Forderungen der USA akzeptieren. Auch am 1. sagte er in einer CNBC-Sendung, es 'kümmere ihn nicht', falls die Verhandlungen scheiterten. Zugleich ist es ihm bislang nicht gelungen, Irans harte Linie in der Nuklearfrage und rund um die Straße von Hormus aufzubrechen; die Gespräche bleiben damit weiter fragil.

Netanjahu erklärte am 1. auf SNS, er habe mit Trump gesprochen, und stellte zugleich klar, dass Israel seinen Kurs eines Angriffs auf Beirut nicht ändere, falls die Angriffe der Hisbollah nicht enden. Auch mit Blick auf den Süden des Libanon, wo israelische Truppen stationiert sind, betonte er, Israel werde 'die Militäroperation fortsetzen'.

Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete am 30. Mai, Trump habe an einem Abkommensentwurf zur Beendigung der Kämpfe mit Iran Änderungen verlangt, damit die Entsorgung hochangereicherten Urans konkret aufgenommen werde. Tasnim meldete ebenfalls am 31., die iranische Seite werde voraussichtlich Änderungen an dem Entwurf vornehmen.

Laut Tasnim hält Iran es für möglich, dass sich die Fronten nicht nur bei einer Blockade der Straße von Hormus, sondern auch in der Straße von Bab al-Mandab am Ausgang des Roten Meeres ausweiten. Die Straße von Hormus steht faktisch unter iranischer Kontrolle, während die Straße von Bab al-Mandab als Umleitungsroute für Tanker und andere Schiffe die weltweite Rohölversorgung bislang gestützt hat. Iran ist entschlossen, den Druck weiter zu erhöhen.

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