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SpaceX-IPO-Spekulationen lenken Privatanlegergelder in Weltraum-ETFs

SpaceX-IPO befeuert Zufluss von Privatanlegern in Weltraum-ETFs

Vorabkäufe wegen Musk-Faszination

Vor dem geplanten Börsengang von SpaceX fließt Privatanlegergeld in rasantem Tempo in börsengehandelte Fonds (ETFs), die Weltraumwerte halten. Da die Roadshow für institutionelle Investoren offenbar bereits in der kommenden Woche beginnen soll, steigt an den US-Aktienmärkten das Interesse an entsprechenden Produkten schon jetzt.

Elon Musk genießt unter Privatanlegern große Beliebtheit; auch bei Tesla, dessen Vorstandsvorsitzender er ist, ist der Anteil privater Aktionäre hoch. SpaceX soll Berichten zufolge erwägen, diesen 'Musk-Hype' zu nutzen und Privatanlegern bei einem IPO 30% der angebotenen Aktien zuzuteilen. Übliche Zuteilungen liegen bei 5 bis 10%. Über Online-Broker wie Robinhood oder Charles Schwab könnten US-Privatanleger damit erstmals die Gelegenheit erhalten, Aktien zu erwerben.

Nachfrage nach ETFs im Vorfeld

Obwohl mit einer starken Nachfrage gerechnet wird, dürfte es bei einem IPO nicht leicht sein, SpaceX-Aktien direkt zu bekommen. Einige Anleger schichten deshalb vorab Geld in Weltraum-ETFs um. Besonders auffällig ist der erst Ende März gelistete 'Tema Space Innovators ETF', dessen Ticker-Symbol 'NASA' lautet.

Das Nettovermögen von Tema Space belief sich per 28. Mai auf 2,274 Milliarden Dollar und war damit seit Ende April auf das 8,5-Fache gestiegen. Nach Angaben von QUICK FactSet gehört der Fonds damit zu den 600 größten unter mehr als 5000 in den USA gelisteten ETFs und verzeichnet als erst knapp zwei Monate alter Fonds ein ungewöhnlich schnelles Wachstum.

Auch neue Weltraum-ETFs mit Blick auf den SpaceX-Börsengang kommen in Serie auf den Markt. Nach Angaben der US-Brokerage Strategas Securities wurden seit Februar sechs Fonds aufgelegt, darunter Tema Space, und drei weitere haben bereits einen Börsengang beantragt. Dass der Kapitalzufluss bei Tema Space besonders stark ausfällt, liegt daran, dass der Fonds SpaceX-Aktien über ein Special Purpose Vehicle (SPV) hält.

Indexaufnahmen und Strahleffekte auf Branchenwerte

Im Zusammenhang mit dem SpaceX-IPO überprüfen mehrere Indexanbieter ihre Aufnahmeregeln und drängen auf eine frühe Aufnahme. Der Streubesitz bei der Börsennotierung dürfte Schätzungen zufolge unter 5% liegen, sodass Käufe, auch von ETFs, voraussichtlich geballt einsetzen werden. Todd Sohn von Strategas Securities sagte: 'Es ist schwierig, die Marktreaktion vorherzusagen, aber die Volatilität könnte zunehmen.'

Die Börsenerwartung strahlt auch auf andere Unternehmen der Raumfahrtbranche aus. Die Aktien von Rocket Lab und Firefly Aerospace haben sich seit Jahresende mehr als verdoppelt, am US-Aktienmarkt am 29. wurden die Branchenwerte jedoch durchgehend verkauft.

Bloomberg berichtete am 28., SpaceX habe seine Zielbewertung von 2 Billionen auf 1,8 Billionen Dollar gesenkt. Am 29. explodierte eine Rakete von Blue Origin, dem von Amazon.com-Gründer Jeff Bezos geführten Unternehmen, während eines Brenntests; verletzt wurde niemand. Das Ereignis machte einmal mehr die Schwierigkeiten des Raumfahrtgeschäfts deutlich.

Die Anlegererwartungen schwellen an, als sei nach Künstlicher Intelligenz (KI) nun der Weltraum an der Reihe. Allerdings gibt es unter den Raumfahrtunternehmen viele, die trotz steigender Umsätze noch keinen Gewinn ausweisen. Ob sich die Branche als nächstes Wachstumsfeld etablieren kann, bleibt daher abzuwarten.

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