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Japan und die USA beraten über stärkere Produktion von Verteidigungsgütern – Koizumi und der US-Verteidigungsminister

Verteidigungsminister Koizumi spricht mit US-Verteidigungsminister über gemeinsame Raketentwicklung und Informationsaustausch

Japans Verteidigungsminister Shinjirō Koizumi hat sich am 30. in Singapur mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth getroffen. Beide berieten über die weitere gemeinsame Entwicklung und Produktion von Raketen und erläuterten zudem Japans Bemühungen zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit.

Raketenproduktion und Informationsaustausch

Das Gespräch dauerte rund eine Stunde. Japan und die USA haben sich bislang bereits darauf verständigt, die Produktion von Systemen wie der ballistischen Raketenabwehrrakete 'SM3 Block 2A' und der luftgestützten 'AMRAAM' für Kampfjets auszubauen. Koizumi schlug die 'Operation Supercharge' vor, um Entwicklung und Produktion zu beschleunigen, und diskutierte mit Hegseth konkrete nächste Schritte.

Außerdem begrüßte er, dass Japan, die USA und Australien den Rahmen 'TRISHIP' für den Austausch von Informationen zur Raketenabwehr weiter betreiben werden. Koizumi verwies auch darauf, dass Japan die sogenannten 'fünf Kategorien' aufgehoben hat, die den Export tödlicher Verteidigungsgüter regeln; Hegseth wertete dies positiv.

Abschreckung und regionale Lage

Beide Seiten bestätigten ihre Linie, die Abschreckung zu stärken, um einen Angriff des Gegners abzuschrecken, sowie die Reaktionsfähigkeit zu erhöhen, um im Ernstfall Angriffe abzuwehren. Mit Blick auf die Verteidigung abgelegener Inseln in Japans Südwesten sollen die Zusammenarbeit zwischen den Selbstverteidigungsstreitkräften und den US-Streitkräften ausgebaut werden. Auch die Lage in Ostasien, einschließlich der Bedrohung durch China, war Thema; beide Seiten einigten sich darauf, in jeder Lage ruhig und entschlossen zu handeln.

Nach dem Treffen sagte Koizumi vor Journalisten mit Blick auf den Austausch über die Verteidigungsausgaben: 'Es gab keine Gespräche mit einer bestimmten Summe oder einem bestimmten Ergebnis im Hinterkopf.' Auf die Frage, ob es eine Bitte um Kooperation etwa bei der Entsendung von Schiffen in die Straße von Hormus im Nahen Osten gegeben habe, sagte er: 'Es gab keine konkreten Anfragen.'

Fortgesetztes Engagement im Indopazifik

Seit den Angriffen auf den Iran hatte es Sorgen gegeben, dass die USA ihren sicherheitspolitischen Schwerpunkt von der Region um Japan auf den Nahen Osten verlagern und damit ein Machtvakuum entstehen könnte. Beide Seiten bestätigten in dem Gespräch die Haltung der US-Streitkräfte, sich weiter für die Sicherheit im Indopazifik zu engagieren.

Hegseth hatte am selben Tag auf der Asien-Sicherheitskonferenz (Shangri-La Dialogue) gesprochen und dabei Wachsamkeit gegenüber China signalisiert. Koizumi bewertete dies als 'ein klares Zeichen dafür, dass die USA dem Indopazifik große Bedeutung beimessen'.

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