SpaceX vor Börsengang - Marktkapitalisierung um 1,8 Billionen Dollar angepasst
SpaceX will im Vorfeld des für Mitte Juni geplanten Börsengangs eine Investorenpräsentation starten, möglicherweise bereits am 4. Juni. Bei der Marktkapitalisierung zum Börsengang peilt das Unternehmen rund 1,8 Billionen Dollar an. Um die ambitionierte Bewertung kreisen Hoffnungen auf weiteres Wachstum und Bedenken zur Corporate Governance.
Investorenpräsentationen und Nachfrageprüfung
SpaceX will die Roadshow möglicherweise bereits am 4. Juni beginnen. Dabei will das Unternehmen direkt mit institutionellen Investoren sprechen und auf Basis der Nachfrage den Ausgabepreis festlegen. Zudem ist eine Veranstaltung für Privatanleger geplant, bei der bis zu 30 Prozent der im Zuge des IPO umlaufenden Aktien zugeteilt werden sollen.
Börsenbewertung leicht angepasst
Ein Börsengang an der US-Technologiebörse Nasdaq könnte frühestens am 12. Juni erfolgen. Das Emissionsvolumen könnte bis zu 75 Milliarden Dollar erreichen und damit zum bislang größten IPO der Geschichte werden.
Die Marktkapitalisierung zum Börsengang dürfte sich voraussichtlich auf etwa 1,8 Billionen Dollar belaufen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am 28., SpaceX habe sein im April angestrebtes Ziel von 2 Billionen Dollar auf 1,8 Billionen Dollar gesenkt. Dies sei nach Gesprächen mit IPO-Beratern und Investoren nach unten angepasst worden.
Elon Musk, Chief Executive Officer (CEO), antwortete auf einen X-Beitrag, der sich auf die entsprechende Berichterstattung bezog, mit den Worten: 'Das ist falsch'. Musk hatte bereits im April Berichte zurückgewiesen, wonach SpaceX eine Bewertung von 2 Billionen Dollar anstrebe. Am Markt kursierten zuvor Einschätzungen, die Unternehmensbewertung liege eher bei rund 1,75 Billionen Dollar.
Governance-Bedenken belasten
Nach der am 20. veröffentlichten Börsenbroschüre 'S-1' sind auch Bedenken über eine Unternehmensführung mit sehr starker Machtkonzentration bei Musk aufgekommen. Musk hält über eine Aktiengattung mehr als 80 Prozent der Stimmrechte und ist neben dem CEO auch Vorsitzender des Verwaltungsrats sowie Chief Technology Officer (CTO).
Laut Reuters erklärte ein nordischer dänischer Pensionsfonds am 29., er werde wegen Governance-Bedenken nicht in SpaceX investieren. Auch die Bewertung von mehr als 1 Billion Dollar sei zu hoch, hieß es. Öffentliche Pensionsfonds unter anderem im US-Bundesstaat Kalifornien äußerten ebenfalls Bedenken zur Unternehmensführung.
Das Unternehmen übernahm im Februar das US-Unternehmen xAI für die Entwicklung künstlicher Intelligenz (AI) und treibt damit den Wandel von einem auf Raketen und Satelliten ausgerichteten Raumfahrtunternehmen zu einem AI-Unternehmen voran. Allerdings könnte die auf AI ausgerichtete Wachstumsstrategie bei Investoren bislang nicht ausreichend angekommen sein.
Der Analyst Franco Granda vom US-Forschungsunternehmen PitchBook sieht nach Veröffentlichung der Börsenunterlagen eine vertretbare Marktkapitalisierung eher bei etwa 1,5 Billionen Dollar. Er sagte: 'xAI schwächelt weiter und ist zu schwach, um die Bewertung von SpaceX nach oben zu treiben'.
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