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Nikkei-Index erreicht mit 66.329 Yen ein Rekordhoch, angeführt von KI und Halbleitern

Nikkei-Index erreicht Rekordhoch bei 66.329 Yen; Kaufinteresse konzentriert sich auf KI- und Halbleiteraktien

Der Aufschwung japanischer Aktien beschleunigt sich. Der Nikkei-Index beendete den Handel am 29. mit einem Plus von 1636 Yen zum Vortag bei 66.329 Yen und markierte damit ein neues Rekordhoch. Es war das erste Mal, dass der Schlusskurs die Marke von 66.000 Yen überschritt; seit Ende 2025 beträgt das Plus inzwischen mehr als 30 Prozent.

Kapital strömt in KI- und Halbleiteraktien

Die Erwartungen auf ein Ende der Kämpfe zwischen den USA und dem Iran setzten sich durch, woraufhin Kapital in den Aktienmarkt floss. Vor dem Hintergrund von Erwartungen einer steigenden Nachfrage nach künstlicher Intelligenz (KI) wurden Halbleiterwerte und Aktien von Elektronikkomponenten breit gekauft und trieben den Index nach oben. Der Tagesanstieg lag zeitweise bei mehr als 1800 Yen; das Handelsvolumen am Prime Market der Tokioter Börse schnellte auf 16,3127 Billionen Yen hoch, nach 10 Billionen Yen am Vortag. Damit wurde der bisherige Höchstwert, einschließlich der Zeit des früheren TSE First Section-Marktes, deutlich übertroffen.

Der Nikkei-Index hat seit Jahresbeginn 2026 um 15.990 Yen oder 31,8 Prozent zugelegt. Gegenüber dem Stand von Ende 2025, gemessen am 29. japanischer Zeit, liegt er damit deutlich vor dem US-Index S&P 500 mit 10,5 Prozent und dem europäischen Stoxx 600 mit 5,6 Prozent und setzt sich von den wichtigsten globalen Indizes ab.

Gewinnhoffnungen treiben die Aktienrally

Im Zentrum der Kursgewinne stehen Erwartungen an steigende Geschäftsergebnisse von Unternehmen aus dem KI- und Halbleiterbereich. Nomura Securities hat für 24 zugehörige Titel, darunter SBG, Kioxia Holdings, Ibiden und Fanuc, die Gewinnprognosen zusammengestellt. Demnach dürfte der ordentliche Gewinn im Geschäftsjahr 2026 insgesamt 13,5 Billionen Yen erreichen, ein Anstieg um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei Unternehmen, die internationale Rechnungslegungsstandards anwenden, erfolgt die Berechnung auf Basis des Gewinns vor Steuern.

Ohne den stark schwankenden SBG dürfte der ordentliche Gewinn im Geschäftsjahr 2026 bei 11,7 Billionen Yen liegen und sich damit gegenüber 5,6 Billionen Yen im Vorjahr etwa verdoppeln. Der Anteil am gesamten ordentlichen Gewinn aller TOPIX-Mitglieder steigt damit auf mehr als 12 Prozent. Nomura Securities hob am 26. seine Prognose für den Nikkei zum Jahresende 2026 von bislang 63.000 Yen auf 68.000 Yen an. Bereits am 11. hatte das Haus seine Einschätzung nach oben angepasst.

Gleichzeitig mehren sich die Anzeichen für überhitzte Märkte. Laut Goldman Sachs haben sich die Kunden des Hauses, darunter Hedgefonds, in den vergangenen zweieinhalb Monaten in einem Rekordtempo auf der Käuferseite japanischer Aktien positioniert; die Allokation in japanische Aktien habe den höchsten Stand seit 2016 erreicht.

Von den rund 1500 an den Tokioter Prime Market notierten Aktien lagen am 29. noch 761 Titel und damit etwa die Hälfte im Minus seit Jahresbeginn. Damit dürfte ein nachhaltiger weiterer Anstieg der Aktienkurse davon abhängen, dass sich Käufe auch über KI- und Halbleiterwerte hinaus ausweiten.

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