Nikkei steigt wegen Hoffnungen auf US-Iran-Waffenruhe und bewegt sich um 65.900 Yen
Der Nikkei-Index hat sich zum Handelsstart am Morgen des 29. an der Tokioter Börse erholt eröffnet und bewegt sich bei rund 65.900 Yen, etwa 1.200 Yen über dem Vortag. Vor dem Hintergrund von Hoffnungen auf ein Ende der Kämpfe zwischen den USA und Iran hatten die drei wichtigsten US-Indizes am Vortag allesamt Rekordstände erreicht. Auch in Tokio waren breit angelegte Käufe vor allem bei Titeln aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Halbleiter vorgezogen worden, sodass der Nikkei-Index über den am 25. auf Schlusskursbasis markierten Höchststand von 65.158 Yen gestiegen ist.
Folge der Kursgewinne an den US-Börsen
Am US-Aktienmarkt vom 28. hatte der Nasdaq Composite, der einen hohen Anteil an Technologiewerten aufweist, zum dritten Handelstag in Folge ein Rekordhoch erreicht. Halbleiterwerte wie die Datenanalyseplattform Palantir Technologies und Qualcomm wurden gekauft, und der Philadelphia Semiconductor Index (SOX), der aus wichtigen Halbleiterwerten besteht, drehte ins Plus und beendete den Handel mit einem Anstieg von 0,99%. Dieser Trend stützt auch den Tokioter Markt, wo unter anderem SoftBank Group (SBG), Advantest und Tokyo Electron zulegen.
Berichte über Waffenruhe-Abkommen stützen
Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete am 28., dass die USA und Iran sich darauf geeinigt hätten, die Waffenruhe um 60 Tage zu verlängern und eine Absichtserklärung zur Erörterung der iranischen Atomfrage zu unterzeichnen. In dem Memorandum sei unter anderem festgehalten, dass die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus 'nicht eingeschränkt' werde; es war dem Bericht zufolge noch auf die endgültige Zustimmung von US-Präsident Donald Trump zu warten. Zwar sei auch zu hören, dass die iranische Seite den Inhalt bestreite, doch die Sicht, dass das Ende der Kämpfe nahe sei, breite sich aus und stütze die Aktienkurse. Auch der Topix erholt sich.
Einzeltitel mit gemischter Entwicklung
Unter den Einzelwerten legten Ibiden, Recruit und Kyocera zu. Auf der anderen Seite gaben Fujikura und Mitsui O.S.K. Lines nach.
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