Iranischer Staatsrundfunk meldet Entwurf zum Kriegsende, Streit mit den USA um die Kontrolle der Meerenge
IRIB berichtet über Entwurf mit den USA
Der iranische Staatsrundfunk IRIB teilte am 27. mit, er habe einen Entwurf für ein Memorandum zur Beendigung der Kämpfe mit den USA erhalten. In dem Entwurf legt der Iran dar, die Straße von Hormus nicht bedingungslos zu öffnen und den Schiffsverkehr selbst zu kontrollieren.
Der Entwurf besteht aus 14 Punkten und wird als inoffizielles Dokument im Frühstadium beschrieben. Der Iran hat bereits zuvor seine eigene 'Souveränität' über die Straße von Hormus geltend gemacht; nun dürfte es darum gehen, die Kontrolle über die Schifffahrt erneut in den Vordergrund zu rücken und die USA damit zu warnen.
Weißes Haus weist Bericht als Erfindung zurück
Das Weiße Haus widersprach in den sozialen Medien und erklärte: 'Die Berichterstattung medien unter iranischer Kontrolle ist unbegründet, und das von ihnen 'veröffentlichte' Memorandum ist eine vollständige Erfindung.'
Laut IRIB sieht der Entwurf vor, dass die USA die Seeblockade gegen Schiffe aufheben, die in iranische Häfen ein- und auslaufen, und dass der iranische Teil den Verkehr durch die Straße von Hormus innerhalb eines Monats wieder auf das Niveau vor dem militärischen Zusammenstoß bringt.
Darüber hinaus soll der Iran Gebühren für 'Dienstleistungen' wie die Navigationssteuerung in der Straße von Hormus erhalten und mit dem Küstenstaat Oman zusammenarbeiten. Das iranische Außenministerium hatte bisher erklärt, dass zwar keine Durchfahrtsgebühr erhoben werde, für Navigationsdienste jedoch eine 'Gebühr' nötig sei.
US-Präsident Donald Trump sagte am 27. bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus auf die Frage, ob Iran und Oman der Verwaltung der Meerenge zustimmen würden: 'Die Meerenge ist internationales Gewässer, niemand kann sie kontrollieren. Das ist Teil unserer Verhandlungen.' Damit signalisierte er, dass er beim Bestreben des Iran, die Kontrolle über die Meerenge zu erlangen, keine Zugeständnisse machen werde. Zu Oman sagte er zudem, es werde 'sich wie jedes andere Land verhalten', und deutete damit an, dass sich das Sultanat nicht auf die Seite des Iran stellen werde.
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