China startet Shenzhou 23 mit Astronaut aus Hongkong an Bord
Astronaut aus Hongkong erstmals an Bord
Nach Angaben des chinesischen Staatsfernsehens CCTV hat China am 24. um kurz nach 23 Uhr Ortszeit, also am 25. um 0 Uhr japanischer Zeit, den Start des bemannten Raumschiffs 'Shenzhou 23' erfolgreich durchgeführt. Erstmals war ein Astronaut aus Hongkong an Bord; damit will Peking die Verbundenheit mit Hongkong demonstrieren und zugleich seinen Kurs als 'Weltraummacht' betonen.
Shenzhou 23 wurde vom Raumfahrtzentrum Jiuquan im Nordwesten Chinas mit der Rakete 'Langer Marsch 2' gestartet. An Bord sind drei Astronauten; geplant ist ein Andocken an die chinesische Raumstation 'Tiangong'.
Betrieb von Tiangong und Experimente werden ausgeweitet
Die drei Mitglieder dieser Mission werden die drei Astronauten ablösen, die seit rund einem halben Jahr auf Tiangong leben. Bisher war der Aufenthalt auf Tiangong in der Regel auf etwa sechs Monate angesetzt, doch ein Mitglied der aktuellen Besatzung wird den Einsatz auf ein Jahr verlängern, um unter anderem die Auswirkungen auf den menschlichen Körper zu untersuchen.
Zudem sind rund 100 wissenschaftliche Experimente vorgesehen. Im Bereich fortschrittlicher Werkstoffe umfasst das auch Versuche mit Hochleistungsmagneten aus Seltenen Erden, bei deren Gewinnung und Produktion China Stärken hat. Damit will das Land die Entwicklung entsprechender Technologien beschleunigen.
Auch internationale Zusammenarbeit auf dem Weg zur Weltraummacht
Die Führung unter Xi Jinping strebt eine mit den USA konkurrierende 'Weltraummacht' an und stellte Tiangong als Kernstück 2022 fertig. Die USA verfolgen mit dem 'Artemis-Programm' das Ziel, während der Amtszeit von Präsident Trump eine bemannte Mondlandung zu erreichen, während China anstrebt, bis 2030 Astronauten auf den Mond zu bringen.
China weitet auch die internationale Zusammenarbeit im Weltraum aus. Mit Russland wurde eine gemeinsame Errichtung einer Mondbasis vereinbart, zudem laufen Überlegungen, ausländische Astronauten auf Tiangong aufzunehmen. Mit Blick auf Einsätze auf Tiangong wird ein pakistanischer Astronaut als Kandidat gehandelt.
Die Führung unter Xi hat in der Weltraumentwicklung eine Reihe von Erfolgen erzielt. 2013 gelang die Landung einer Mondsonde, 2019 setzte China als erstes Land weltweit eine Sonde auf der Rückseite des Mondes auf. 2024 brachte das Land als erstes weltweit Bodenproben von der Rückseite des Mondes zur Erde zurück.
Andererseits gilt Chinas Raumfahrt traditionell als eng mit dem Militär verflochten. Vor diesem Hintergrund wurde im April bekannt, dass Ma Xingrui, der als Generaldirektor des staatlichen Konzerns China Aerospace Science and Technology Corp. die Raumfahrtentwicklung vorangetrieben und zudem die Spitze der Nationalen Raumfahrtbehörde innegehabt hatte, wegen des Verdachts schwerer Disziplinverstöße untersucht wird.
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