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Trump will bei Einigung mit Iran nicht hetzen und macht bei der Atomfrage keine Zugeständnisse

Trump drängt bei Einigung mit Iran nicht auf Tempo und lehnt Kompromiss in der Atomfrage ab

US-Präsident Donald Trump teilte am 24. per Social Media mit, er habe dem US-Verhandlungsteam im Zusammenhang mit Gesprächen über ein Ende der Kämpfe mit Iran gesagt, man solle eine Einigung nicht überstürzen. Er betonte erneut, dass Iran weder die Entwicklung noch den Erwerb von Atomwaffen zugelassen werden dürfe, und signalisierte Kompromisslosigkeit.

Harte Linie in der Atomfrage

Trump schrieb, beide Seiten müssten sich Zeit nehmen und die Dinge richtig angehen. Fehler seien nicht zulässig. Die Gespräche mit Iran seien zwar 'produktiv' geworden, zugleich mahnte er: 'Sie müssen verstehen, dass sie keine Atomwaffen entwickeln oder erwerben können.'

Am 23. hatte er erst erklärt, der Großteil der Einigung sei bereits ausgehandelt, und geschrieben, eine Ankündigung werde bald folgen. Angesichts der weiter großen Differenzen zwischen den USA und Iran in der Atomfrage dürfte er jedoch zu einer vorsichtigeren Haltung gegenüber einer raschen Einigung übergegangen sein.

Uneinigkeit auch zur Straße von Hormus

Trump erklärte zudem, bis eine formelle Vereinbarung zustande gekommen und unterzeichnet sei, werde das US-Militär Maßnahmen fortsetzen, um Schiffe zu blockieren, die iranische Häfen an- oder auslaufen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schrieb am 24. auf Social Media, er und Trump seien sich einig, dass eine endgültige Vereinbarung mit Iran die Beseitigung der Atomgefahr beinhalten müsse. Dies bedeute die Demontage iranischer Anlagen zur Urananreicherung und die Ausfuhr hochangereicherten Urans aus Iran, erklärte er.

Fox News berichtete unter Berufung auf einen hochrangigen US-Regierungsvertreter, Washington sei bereit, bei der Lockerung von Sanktionen deutlich entgegenzukommen, sollte Iran in der Frage des angereicherten Urans Zugeständnisse machen.

Gleichzeitig häuften sich zuletzt Äußerungen, wonach eine Einigung näher rücke. US-Außenminister Marco Rubio sagte am 24. auf einer Pressekonferenz in Indien: 'Es hat wichtige Fortschritte gegeben. Vielleicht gibt es bald gute Nachrichten.' Auch der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghai, sagte, ein Memorandum zum Ende der Kämpfe mit den USA werde 'final abgestimmt'.

Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete am 23., geprüft werde ein Vorschlag für eine 60-tägige Waffenruhe, um die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und die Fortsetzung der Gespräche über die Atomfrage zu ermöglichen. Den beiden Seiten sei es offenbar darum gegangen, die tiefen Differenzen in der Atomfrage vorerst zurückzustellen und dem Ende der Kämpfe Vorrang zu geben.

Obwohl beide Seiten 'Fortschritte' betonten, blieben konkrete Ausführungen zu Atomfrage und Straße von Hormus knapp. Selbst wenn grundsätzlich eine Einigung über das Ende der Kämpfe erreicht würde, bleibt bei großen Differenzen in den nicht verhandelbaren Punkten die Sorge, dass die Vereinbarung zur bloßen Formalität verkommt.

Weiterer Zündstoff bei Atomfrage und Meerenge

In der Atomfrage wiederholt Trump seit Beginn der Kämpfe im Februar, Iran werde 'niemals Atomwaffen bekommen'. Zu diesem Zweck hatte er gefordert, das in Iran verbliebene hochangereicherte Uran außer Landes zu bringen und eine rund 20-jährige Pause im Nuklearprogramm vorzusehen.

Iran wiederum versucht, die Urananreicherungstechnologie zu bewahren und das Thema aufzuschieben. Im Inland dürfte es starken Widerstand gegen eine Entfernung des Urans durch die USA geben. Reuters berichtete am 21. unter Berufung auf einen iranischen hochrangigen Beamten, der oberste Führer Mojtaba Khamenei habe angeordnet, dass hochangereichertes Uran nicht außer Landes gebracht werden solle.

Auch bei der Straße von Hormus gehen die Positionen auseinander. Trump behauptete am 23. in einem Beitrag, 'die Straße von Hormus wird geöffnet'. Kurz darauf meldete jedoch die der iranischen Revolutionsgarde nahe stehende Nachrichtenagentur Fars, das sei 'nicht wahr'. Selbst nach einer Einigung, so die Agentur, werde Iran die Meerenge unter seiner Kontrolle behalten.

Trump dürfte mit Blick auf die Zwischenwahlen im November darauf zielen, die Kämpfe rasch zu beenden, die Ölpreise zu senken und den US-Bürgern einen Erfolg vorzuweisen. Solange sich bei Atomfrage und Straße von Hormus jedoch keine Lösung abzeichnet, ist Kritik an einem 'leichten Kompromiss' kaum zu vermeiden, und die Lage bleibt so, dass eine Einigung nicht in Sicht ist.

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