Trump erklärt, Einigung mit Iran werde 'in Kürze bekanntgegeben'
US-Präsident Donald Trump erklärte am 23., eine Einigung zur Beendigung der Kämpfe mit Iran werde 'in Kürze bekanntgegeben'. Der Großteil der Verhandlungen sei abgeschlossen, sagte er zudem, die Straße von Hormus werde offen bleiben.
Telefonate mit Staaten des Nahen Ostens
In einem Beitrag auf seinem Social-Media-Konto erklärte er, er habe mit Staats- und Regierungschefs mehrerer Länder des Nahen Ostens, darunter Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), telefonisch über ein Memorandum beraten, das mit Iran unterzeichnet werden solle. Derzeit würden die 'abschließenden Einzelheiten' besprochen, schrieb er.
Als Gesprächspartner nannte er neben Saudi-Arabien und den VAE auch die Staats- und Regierungschefs von Katar, der Türkei, Ägypten, Jordanien, Bahrain und Pakistan. Unabhängig davon habe er auch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu telefoniert, der den Kampf gegen Iran angeführt habe, und gesagt, das Gespräch sei 'sehr gut' verlaufen.
Auch Iran arbeitet an den Schlussdetails
Zuvor hatte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Baghai, erklärt, man befinde sich bei einem Memorandum zur Beendigung der Kämpfe mit den USA in den 'abschließenden Abstimmungen'. Dies berichteten iranische Medien am 23. Er äußerte zudem die Einschätzung, die Differenzen zwischen beiden Seiten näherten sich an.
Iran legt neben der Beendigung der Kämpfe auch Wert auf die Aufhebung der von den USA verhängten Seeblockade und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte. Nach Angaben von Baghai sollen nach Abschluss des Memorandums innerhalb von 30 bis 60 Tagen Details zu diesen Fragen besprochen werden.
Zur Atomfrage sagte er, die USA hätten zwar Zugeständnisse gefordert, man werde jedoch 'keine Details diskutieren'. Zudem sagte er mit Blick auf eine Einigung, man könne sagen, sie rücke 'näher, oder sie rücke weiter weg', und ließ damit Skepsis gegenüber den USA erkennen.
Pakistans General als Vermittler besucht Iran
Feldmarschall Asim Munir, der ranghöchste Offizier Pakistans, das als Vermittlerland gilt und enge Beziehungen zu Trump haben soll, besuchte Iran und traf Präsident Masud Peseschkian sowie weitere Vertreter.
Wie weit sich die USA und Iran bei den Fragen der Atomentwicklung und der Straße von Hormus tatsächlich annähern konnten, bleibt weiter unklar. Bisher war die Kluft zwischen beiden Ländern groß, die Verhandlungen gestalteten sich schwierig. Auch die derzeit angestrebte Einigung dürfte eher eine Rahmenvereinbarung sein, mit der schwierige Fragen zeitlich gestaffelt aufgeschoben werden.
Wenn Ihnen dieser Artikel geholfen hat, teilen Sie ihn gerne.