Trump betont in Rede: Waffenruhe-Verhandlungen mit dem Iran dürften bald abgeschlossen sein
US-Präsident Donald Trump sagte am 22. bei einer Rede im östlichen Bundesstaat New York, die Verhandlungen über ein Ende der Kämpfe mit dem Iran würden 'bald abgeschlossen sein'. Zugleich betonte er: 'Sie werden niemals Atomwaffen bekommen'.
Anzeichen für Verhandlungen in der Endphase
Es gibt die Einschätzung, dass die Verhandlungen in die Schlussphase eingetreten sind. Trump änderte seine Pläne für das Wochenende und erklärte, er wolle in Washington bleiben. Eigentlich war die Hochzeit seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. vorgesehen, doch auf der Plattform X schrieb er: 'Die Umstände, die mit der Regierung zu tun haben, und meine Liebe zu den Vereinigten Staaten lassen das nicht zu'.
Trump sagte in der Rede auch, die Ölpreise würden 'sehr schnell abstürzen', wenn die Iran-Frage gelöst werde. Mit Blick auf die Zwischenwahlen in den USA im November deutete er damit den Wunsch an, die Kämpfe rasch zu beenden. Er sagte jedoch weder Details zu den Verhandlungen noch, ob es im Falle eines Scheiterns einen erneuten Angriff geben könnte.
Abstimmung zwischen den USA und dem Iran geht weiter
US-Außenminister Marco Rubio sagte am 22. zu den Gesprächen: 'Es hat gewisse Fortschritte gegeben. Es gibt noch viel zu tun, aber das ist ein gutes Zeichen'. Er äußerte sich vor Journalisten während eines Besuchs in Schweden. Als Kernpunkte einer Einigung nannte er die Entsorgung des vom Iran gehaltenen hochangereicherten Urans, den Umgang mit künftiger Anreicherung sowie die Offenhaltung der Straße von Hormus.
Auch die Aktivitäten des Vermittlers Pakistan haben zugenommen. Die pakistanischen Behörden teilten am 22. mit, dass Armeechef Munir in Teheran, der Hauptstadt des Iran, eingetroffen sei. Er könnte dort in vertiefte Abstimmungen mit der iranischen Seite eintreten. Munir ist der ranghöchste Militär des pakistanischen Heeres und gilt als Trump nahestehend. 2025 wurde er ins Weiße Haus eingeladen und traf dort Trump.
Zwischen den USA und dem Iran dauert der Streit über das Atomprogramm und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus an, und die Gespräche über ein dauerhaftes Ende der Kämpfe kommen nicht voran. Zuletzt wurde auch berichtet, beide Seiten hätten über Pakistan als Vermittler Dokumente ausgetauscht und die Inhalte abgestimmt.
Rund um die Waffenruhe-Verhandlungen gehen die Abstimmungen unter Einbeziehung von Vermittlern und Nachbarstaaten weiter. Die iranische, den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am 22., eine Delegation aus Katar sei in Teheran mit ranghohen iranischen Vertretern zusammengetroffen. Dies sei unter Berufung auf einen Sprecher des Außenministeriums gemeldet worden.
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