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Nikkei auf Rekordhoch bei 63.339 Yen dank KI-Rally und Waffenruhe-Hoffnungen

Nikkei auf Rekordhoch, anhaltende Gewinne dank KI-Aktien und Hoffnungen auf Waffenruhe im Nahen Osten

Nikkei erreicht neues Schlussrekordhoch bei 63.339 Yen 07 Sen

Der Nikkei-Index legte am 22. Tag in Folge weiter zu und schloss mit einem Plus von 1654 Yen 93 Sen gegenüber dem Vortag bei 63.339 Yen 07 Sen. Mit einem Anstieg von 2,68% markierte er ein neues Rekordhoch auf Schlusskursbasis. Zusätzlichen Auftrieb gaben Hoffnungen auf ein Ende der Kämpfe zwischen den USA und dem Iran sowie steigende US-Technologiewerte, wodurch die Kauflaune vor allem bei Titeln mit Bezug zu künstlicher Intelligenz (KI) anhielt.

Über 63.000 Yen bereits am Vormittag

Der Handel in Tokio begann im Windschatten fester US-Aktien vom Vortag. Der Dow Jones Industrial Average hatte am 21. Tag den höchsten Stand seit drei Monaten erreicht, und als die Meldung aufkam, dass die USA und der Iran unter Vermittlung Pakistans einen endgültigen Entwurf für eine Einigung zur Beendigung der Kämpfe vorgelegt hätten, stieg die Risikobereitschaft der Anleger. Der Nikkei baute seine Gewinne direkt nach Handelsstart aus und kletterte kurz nach 10 Uhr auf das Niveau von 63.000 Yen.

SBG im Kaufinteresse bei KI-Werten

Getrieben wurde der Markt von Aktien aus den Bereichen KI und Halbleiter. Die SoftBank Group (SBG), die am Vortag bis an die obere Grenze der täglichen Kursbewegung gekauft worden war, legte auch an diesem Tag um 11,88% zu und näherte sich zeitweise bis auf einige Dutzend Yen ihrem um Aktiensplits bereinigten Allzeithoch von 6923 Yen 80 Sen aus Oktober 2025. Hintergrund ist ein Bericht der Wall Street Journal (WSJ) vom 20. Tag, wonach das US-Portfoliounternehmen OpenAI Vorbereitungen für einen Börsengang (IPO) trifft, was Hoffnungen auf einen höheren Wert der gehaltenen Beteiligungen nährt. Auch die Aktie der britischen Arm Holdings stieg in den vergangenen zwei Tagen um mehr als 30%.

Takahiko Masuzawa, Leiter des Aktienhandels bei Philip Securities, sagte: 'Bis vor kurzem gab es die Ansicht, OpenAI könne im Entwicklungswettlauf zurückfallen, doch die Dynamik räumt diese Sorgen beiseite. Ein von SBG angeführter KI-Markt, wie im Sommer und Herbst 2025, könnte an den japanischen Aktienmarkt zurückkehren.'

Auch Elektronik und Roboter gefragt

Gefragt waren zudem Aktien aus dem Elektronikbereich. Taiyo Yuden gewann 11,74%, da Hoffnungen auf eine Preisverbesserung bei mehrschichtigen Keramikkondensatoren (MLCC) zunahmen, die etwa in KI-Servern eingesetzt werden. Damit wurde das bisherige Allzeithoch vom April 2000 nach 26 Jahren übertroffen. Murata Manufacturing legte ebenfalls um 5,99% zu.

Auch Titel aus dem Bereich 'Physical AI', bei dem Roboter und Infrastruktur mithilfe von KI automatisch gesteuert werden, standen im Fokus. Kawasaki Heavy Industries stieg um 4,48%, Fanuc um 6,61%. Kawasaki Heavy Industries war am 21. Tag vom Nikkei mit der Meldung in Verbindung gebracht worden, dass das Unternehmen in den Bereichen Medizin und Mobilität mit Nvidia aus den USA kooperieren werde.

Gleichzeitig gibt es auch vorsichtigere Stimmen angesichts des rasanten Anstiegs. Takayuki Ishibashi, Vice President bei Goldman Sachs Securities, sagte zur aktuellen Marktlage: 'Es gibt zwar eine gewisse Überhitzung, aber man muss auch einen weiteren Anstieg in Richtung 65.000 Yen einkalkulieren.' Kazuyuki Muramatsu, Leiter des Investment-Headquarter bei Wa Capital, erklärte: 'Ich habe keine Lust, den Nikkei ab dem Bereich von 63.000 Yen nach oben zu kaufen.' Er fügte hinzu, dass es weiterhin Unsicherheiten über die Hoffnungen auf eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sowie über die Wettbewerbsfähigkeit von OpenAI gebe.

Am Prime-Markt der Tokioter Börse lag der Anteil der Gewinner zum Ende des Vormittagshandels bei lediglich 46,3%. Während der Gesamtmarkt gestützt wurde, konzentrierten sich die Mittel klar auf einige Aktien aus den Bereichen KI und Halbleiter. Naoki Iwami, Präsident von GMX, sagte, aus früheren Erfahrungen könne der Anstieg von KI-Aktien wie eine Blase wirken; unter Berücksichtigung des Anstiegs des Gewinns je Aktie (EPS) einzelner Unternehmen sei es jedoch schwierig, von einer Überbewertung zu sprechen.

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