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Bildungsministerium kritisiert Doshisha International nach Henoko-Unglück

Bildungsministerium rügt Doshisha International wegen Henoeko-Unglücks

Sicherheitsmanagement beanstandet

Nach dem Unfall vor Henoeko in der Stadt Nago auf Okinawa, bei dem zwei Boote kenterten und zwei Schüler der Doshisha International High School (Präfektur Kyoto) auf einer Studienreise starben, veröffentlichte das Bildungsministerium am 22. die Untersuchungsergebnisse. Es erklärte, das Sicherheitsmanagement der Schule sei 'äußerst unangemessen' gewesen, und wies den Schulträger Doshisha wegen verzerrter Bildungsinhalte an.

Das Ministerium kritisierte unter anderem, dass die Schüler auf einem Boot mitfuhren, das als 'Protestboot' gegen die Verlegung des US-Militärstützpunkts Futenma genutzt worden war. Es sah darin einen Verstoß gegen die vom Artikel 14 des Bildungsgesetzes geforderte politische Neutralität und stellte erstmals seit Inkrafttreten des geltenden Rechts im Jahr 2006 einen solchen Verstoß fest.

Lücken im Sicherheitskonzept

Die Untersuchung ergab, dass das Boot, auf dem die Schüler fuhren, vorab nicht inspiziert worden war und keine begleitenden Lehrkräfte an Bord waren. Obwohl am Tag der Fahrt eine Warnung vor hohem Wellengang galt, lagen dem Schulteam keine Wetterinformationen vor; zudem gab es weder eine Entscheidung zum Abbruch bei schlechtem Wetter noch ein alternatives Programm. Das Bildungsministerium kritisierte die Maßnahmen zur Sicherheit und zum Schutz der Schüler als äußerst unzureichend.

Viele Lehrkräfte der Schule wussten demnach, dass das Boot als 'Protestboot' eingesetzt worden war. Auch unterschiedliche Sichtweisen, die das Nachdenken der Schüler hätten vertiefen können, seien nicht ausreichend vermittelt worden; das Ministerium sah darin eine einseitige Behandlung aus einer bestimmten Perspektive. Um das Vorgehen der Schule zu überprüfen, führte das Ministerium im April eine Vor-Ort-Untersuchung beim Schulträger Doshisha durch.

Ausweitung der Untersuchung zur Prävention

Der Unfall ereignete sich am 16. März. Im Rahmen einer Friedenslernaktivität sollten die Teilnehmer Henoeko, wo der Verlegungsbau für den Futenma-Stützpunkt voranschreitet, vom Meer aus besichtigen. Dabei kenterten nacheinander zwei Kleinboote, wobei die 17-jährige Schülerin Chinaka Takeishi aus dem zweiten Jahr und der 71-jährige Kapitän Soren Kanai starben.

Bildungsminister Yohei Matsumoto sagte dies auf der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung am 22. Das Ministerium informierte auch die Präfektur Kyoto, die für die Schule zuständig ist, über die Anweisung. Die Doshisha International High School teilte am selben Tag mit, sie nehme die Anweisung des Ministeriums 'ernsthaft entgegen'. Künftig will das Ministerium landesweit prüfen, wie Schulen und ihre Träger die Sicherheit bei außerschulischen Aktivitäten und die Durchführung angemessener Bildungsmaßnahmen gewährleisten.

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